Mehr Leser durch interessante Artikel
-So funktioniert es!-

Wie schreibe ich einen erfolgreichen Artikel?
Vor dieser Frage steht man immer wieder, wenn man seinen Lesern interessante Beiträge liefern will. Bei allen SEO Möglichkeiten, sind gut geschriebene Beiträge mit interessanten Inhalten die Grundlage jedes erfolgreichen Blogs.

Da auch ich meine Leserschaft vergrößern möchte, habe ich mal in den verschiedensten Blogs zu diesem Thema recherchiert und fasse hier die wesentlichsten Punkte zusammen.

Fairer Weise muss ich vorher noch anmerken, dass ein Großteil der Informationen auf den Blog von Darren Rowse zurückzuführen sind, dem Großmeister der Blogger Szene.

Der Titel des Blog Beitrags

Obwohl der Titel nur aus wenigen Worten besteht, sind es die wichtigsten Worte deines ganzen Beitrags, denn sie beeinflussen die Entscheidung des Lesers, ob er den Rest des Beitrags liest oder nicht. Diesen Umstand sollte man im Hinterkopf haben, denn der Titel erscheint nicht nur auf der eigenen Seite, sondern auch:

  1. in den Ergebnissen der Suchmaschinen
  2. in den RSS Feeds
  3. als Links von anderen Bloggern und Seiten
  4. auf Sozial Media Seiten
  5. und natürlich (je nach Einstellungen) auch auf den eigenen Archivseiten

Der Titel ist oftmals das Einzige, was potentielle Leser vom Blogbeitrag sehen. Die Aussage des Titels muss also so interessant sein, dass sie den Leser direkt zu den ersten Zeilen des Beitrags führt. Ziel muss es also folglich sein, einen so eingängigen und fesselnden Titel zu schreiben, der die Leser dazu bringt, den Artikel immer wieder zu lesen.

Was genau macht nun einen solchen Titel aus?

Hier ein paar Anhaltspunkte:
(nicht alle lassen sich in einem Beitrag umsetzen!)

  1. Kommuniziere einen Nutzen für den potentiellen Leser deiner Zielgruppe!
    Was bringt es dem Leser, den Beitrag zu lesen (Mehrwert), z. B. „10 Wege zum Glück“
  2. Nutze einen kontroversen Titel oder einen Titel, der eine Debatte provoziert!
    Das erregt in der Regel Aufmerksamkeit und regt zum Kommentieren an, wenn das Thema auch im eigentlichen Inhalt weitergeführt wird.
  3. Stelle eine Frage!
    Leser tendieren dazu, diese Frage auch aus ihrer Sicht zu beantworten, was zu mehr Kommentaren führen kann. Am besten die Frage so formulieren, dass sich der Leser direkt angesprochen fühlt, mit DU oder SIE !
  4. Personalisiere den Titel!
    Der einzelne Leser fühlt sich direkt angesprochen, obwohl sich der Beitrag an viele Leser richtet. Am einfachsten funktioniert das, wie beschrieben durch die Verwendung der Wörter DU oder SIE
  5. Benutze Keywords!
    Sie erregen Aufmerksamkeit bei Usern die den Content durchsuchen und sind wichtig für den sog. Long Tail des Beitrags in den Suchmaschinen, denn sie geben Auskunft über das hauptsächliche Themengebiet des Blogs
  6. Benutze sog. Power Words!
    z. B. die Wörter einfach, schnell, kostenlos, etc., – Wir alle mögen es wenn etwas „kostenlos“ ist oder „schnell“ geht.
  7. Verspreche im Titel nichts, was du im Beitrag nicht halten kannst!
    Dieser Punkt bezieht auf Punkt1 und ist als Warnung zu verstehen. Ungehaltene Versprechungen, sind der sicherste Weg Leser zu vergraulen!
  8. Nutze humorvolle Titel!
    Diese können viel Aufmerksamkeit erregen, sind aber mit Vorsicht einzusetzen, da nicht jeder den eigenen Humor teilt oder versteht
Die ersten Zeilen des Beitrags

Der beste Beitragstitel nützt nichts, wenn die ersten Zeilen des Beitrags am Thema vorbeigehen oder schlicht langweilig sind. Die ersten Zeilen müssen den Inhalt des Titels aufgreifen und dem Leser Lust machen, auch den Rest des Beitrags zu lesen. Wie soll man das nun anstellen?

Dazu 11 Tipps für fesselnde Einleitungen in den Beitrag :

  1. Kommuniziere einen Nutzen für den Leser!
    (Kommt dir das bekannt vor? Das sollte es auch! Sprich ein potentielles Problem des Lesers an, dass du im weiteren Textverlauf lösen willst
  2. Stelle eine Frage, auf die es nur eine Antwort gibt!
    z. B. „Möchten Sie wissen, wie die nächsten Lottozahlen lauten?“
    Das drückt aus, um was es in dem Beitrag geht und das du eine Lösung im weiteren Textverlauf für dieses Problem anbietest. Es fordert eine Reaktion beim Leser heraus, indem er sich die Frage innerlich beantwortet. Das hilft unheimlich im weiteren Kommunikationsprozess mit dem Leser.
  3. Stelle fesselnde Fragen!
    z. B. „Wie steigere ich die Zahl meiner Feedleser von 0 auf 20.000?“
  4. Schreibe etwas total Unerwartetes!
    Das erregt Aufmerksamkeit und bringt den Leser dazu, noch einmal genauer hinzuschauen und sich mit dem Thema zu beschäftigen
  5. Erzähle eine Geschichte oder stelle eine Analogie her!
    Kann ein gutes Mittel sein, um Leser einzufangen, die den Text nur überfliegen.
    Darf ruhig auch ein wenig Offtopic sein, aber nicht zu lang. Ist interessant, weil der Verfasser in der Regel ein wenig von sich selbst preisgibt.
  6. Mache eine Prophezeiung oder ein Versprechen!
    Dies muss dann aber auch im weiteren Textverlauf erfüllt werden. z. B. „Heute zeige ich Ihnen wie Sie ganz einfach einen erfolgreichen Artikel schreiben.“ kurz, treffend und informativ
  7. Mache eine kontroverse Aussage!
    Nichts erregt mehr die Aufmerksamkeit der Leser, als eine kontroverse Meinung
  8. Male ein Bild der Situation!
    Rege die Vorstellungskraft der Leser an, damit sie sich ein Bild der Situation machen können. Diese Technik hilft ungemein um den Leser in die Problematik des Themas einzuführen.
  9. Benutze Statistiken!
    Statistiken kommunizieren sehr effektiv ein Bedürfnis und bringen Aufmerksamkeit.
    z. B. „Nur einer von durchschnittlich zehn Beiträgen in Blogs ist qualitativ wertvoll.“
  10. Starte mit einem Zitat!
    Nutze ein passendes Zitat einer vertrauenswürdigen Person mit Autorität und Fachwissen. Das vermittelt eigenes Fachwissen und bringt Aufmerksamkeit.
  11. Benutze Bilder!
    Die Einleitung muss nicht nur aus Text bestehen. Ein Bild sagt oftmals mehr als 1000 Worte und regt die Vorstellungskraft der Betrachter an.
Der Inhalt des Beitrags

Um es mit den Worten von Darran Rowse zu sagen

„If your next blog post doesn’t matter – don’t publish it until it is”

Wenn das Thema deines Beitrags nicht interessant ist, veröffentliche deinen Beitrag nicht oder warte damit, bis das Thema von Interesse ist. Es wäre doch schade, wenn man soviel Mühe und Zeit in einen guten Beitrag investiert und dieser dann auf keinerlei Resonanz stößt, nur weil das behandelte Thema derzeit bei den Lesern einfach nicht ankommt.

Bevor man also voller Eifer auf den Button zum Veröffentlichen drückt, sollte man sich folgende Fragen vor Augen halten und beantworten:

  1. Was ist der Kern meiner Aussage im Beitrag? Passt das zum Titel?
  2. Was möchte ich kommunizieren?
  3. Welchen Eindruck bzw. welche Reaktion möchte ich beim Leser auslösen?
  4. Was bringt der Beitrag meinem Leser?

All die harte Arbeit zur Suche des richtigen Titels, der richtigen Einleitung ist umsonst, wenn der Beitrag keine Aussage hat, nichts kommuniziert und dem Leser keinen Nutzen bringt.

Warum haben also Beiträge in vielen Blogs keine wirkliche Aussage?

Dafür kann es viele Gründe geben, wie zum Beispiel:

  1. Faulheit
    Es ist doch viel einfacher, wenn man sich über die Struktur des Beitrags keine Gedanken macht
  2. Zeitdruck und Ablenkung
    Viele Blogger haben mittlerweile soviel um die Ohren, dass sie sich nicht mehr richtig auf ihre Beiträge konzentrieren können
  3. Selbstgemachter Erfolgsdruck
    Viele fühlen sich verpflichtet jeden Tag etwas zu veröffentlichen, was teilweise auch bedeutet, das viele Beiträge veröffentlicht werden, die nicht wirklich durchdacht sind

Es gibt 3 gute Zeitpunkte an denen man sich die oben beschriebenen Fragen stellen sollte:

  1. Vor dem Start
    Mache dir das Ziel klar, das du mit dem Beitrag erreichen möchtest.
    z. B. eine Antwort zu geben, auf die Frage „Was ist ein Blog“
  2. Während des Schreibens
    Behalte dein Ziel vor Augen und strukturiere deinen Beitrag so, dass er dieses Ziel am Ende auch erreicht.
  3. Vor der Veröffentlichung
    Oftmals entwickeln sich die Beiträge erst beim Schreiben und weichen dann mehr oder minder vom eigentlich gesteckten Ziel ab. Überprüfe darum spätestens vor der Veröffentlichung noch einmal deinen Beitrag anhand der vier Fragen. Gegebenenfalls muss dann eben der Titel und die Einleitung angepasst werden.

Versuche nicht zu viel in einen einzelnen Beitrag zu packen!

Das ist nicht immer leicht. Aber man sollte sich nach Möglichkeit in einem Rahmen von 300 bis 600 Zeichen bewegen. Bei komplexen Themen kann natürlich auch einmal davon abgewichen werden. Oder man teilt das Ganze nach Unterthemen in mehrere Beiträge und kommt so zu einer Artikelserie. Damit hat man auch gleich wieder Futter für die nächsten Beiträge. Man muss ja nicht zwangsläufig ein Thema mit einem Beitrag abhandeln.

Was ist nun der tiefere Sinn dieses Artikels?

Nehmt euch Zeit für das Erstellen eines Beitrags! Lasst euch nicht hetzen und es ist auch kein Beinbruch, wenn man mal einen Tag nur einen Beitrag oder gar nichts schreibt, solange die Qualität der anderen Beiträge stimmt.

Ich versuche selbst gerade meine Beiträge qualitativ zu verbessern und mich an die hier beschrieben Tipps zu halten. Bei meinen ersten Beiträgen, die man ja hier noch nachlesen kann, habe ich sehr viele der hier beschriebenen Fehler gemacht und prompt auch die Quittung in Form von wenigen Kommentaren erhalten.

Damit es Euch nicht so geht, wollte ich diese Tipps mit Euch teilen. In Zukunft werden sicherlich noch weitere derartige Beiträge folgen.

Ergänzende Tipps aus den Kommentaren

Claudia Klinger vom webwriting-magazin.de rät: “Schau am Ende nochmal drüber und korrigiere die Vertipper und Rechtschreibfehler!

Ähnliche Beiträge:

  1. Einen Moment für die (Link)Liebe

12 Kommentare

  1. Das sind sehr hilfreiche Hinweise, vor allem für Nicht-Profischreiber. Vielen Dank dafür. Ergänzend noch: Es gibt in allen Texten sowohl einen inhaltlichen als auch einen Lesernutzen. Je lesbarer, unterhaltsamer, verständlicher ein Text geschrieben ist, desto lieber wird jemand ihn lesen.

    Im Zweifel kommt ein großartig getexter Beitrag gut an, weil er Spaß macht beim Lesen – selbst wenn der inhaltliche Nutzen und der Erkenntnisgewinn nur durchschnittlich sind. Andererseits kann ein Text noch so viel inhaltlichen Nutzen versprechen: Wenn er schwierig oder umständlich geschrieben ist, werden viele Leser vorzeitig abspringen. Idealerweise sind beide Nutzen in gleich hohem Maße vorhanden.

    Eigentlich haben Texte aber drei wesentliche Ebenen (es gibt noch mehr, aber das ist die sinnvollste Unterteilung):
    1. die Informationsebene
    2. die Textebene (Struktur, Satzbau, Wortwahl, sonstige ‘weiche’ Textfaktoren
    3. die Assoziationsebene, die Ebene der Bedeutungen und Felder, die ein Text ‘triggert’ oder freisetzt

    Die erste Ebene gibt dem Kopf zu denken und signalisiert dem Leser, dass er hier ernst genommen wird und Substanzielles geboten bekommt.

    Die zweite Ebene entscheidet darüber, wie aufmerksam und gerne der Leser den Text aufnimmt, wie gut er die Inhalte behält und ob er bis zum Ende liest.

    Die dritte Ebene ist die wichtigste: Sie entscheidet darüber, in welcher Stimmung der Leser die Inhalte in Erinnerung behält, wie er den Text und den Autor beurteilt. Und was er anschließend tut – beispielsweise einen Kommentar schreiben, ein Produkt kaufen oder sein Leben verändern. ;-)

    Kerstin Hoffmann´s letzter eigener Beitrag…Blog-Workshop PR, Folge 4: Wer soll Sie bezahlen?

    Kommentar by Kerstin Hoffmann on 27. August 2008 at 22:16

  2. Hallo Kerstin,
    vielen Dank für die ergänzenden Tipps. Wenn ich darf, werde ich diese Infos aufgreifen und bei passender Gelegenheit zu einem Folgeartikel zusammenfassen. Sind wirklich gute Hinweise zu Thema und ein Blickwinkel aus dem man seine Postings wirklich selten betrachtet. Von daher ein echter “Nutzen” für den Leser! Danke

    Kommentar by Ralf Liebaug on 27. August 2008 at 22:21

  3. Klar, gerne. Danke für das positive Feedback.

    Kerstin Hoffmann´s letzter eigener Beitrag…Für Selbstständige: Stundensätze realistisch kalkulieren

    Kommentar by Kerstin Hoffmann on 28. August 2008 at 09:09

  4. Das ist das Beste, was ich seit langem zu diesem in der Blogosphäre sowieso sehr vernachlässigten Thema gelesen habe, Hut ab! Für ein neues Blog ein großartiger Einstieg – ich hab’ dich gleich abonniert und “geshared”! :-)

    Claudia Klinger´s letzter eigener Beitrag…Heiße Luft? Oder macht das Netz wirklich blöd?

    Kommentar by Claudia Klinger on 28. August 2008 at 23:13

  5. Das PlugIn ist allerdings etwa eigenwillig – es zeigt den VORLETZTEN Beitrag im Webwriting-Magazin, nicht den letzten von heute morgen. Der hätte weit besser gepasst, hieß er doch “Ein Blogposting wie Donnerhall!”

    Kommentar by Claudia Klinger on 28. August 2008 at 23:15

  6. Hallo Claudia,
    vielen Dank für die netten Worte. Dein Blog/Magazin ist aber auch nicht von schlechten Eltern! Werde mich heute mal näher damit beschäftigen. Was das Plugin angeht, ist das schon ein wenig seltsam. Ich habe aber noch nicht die Stelle gefunden, wo die Parameter für den letzten Post bestimmt werden. Das Plugin greift ja auf den RSS Feed zurück. Das schein aber bei dir soweit alles funktionieren. Naja ich werde da mal nachforschen und wenn ich genaueres weiß, werde ich mich hier dazu äußern.

    Kommentar by Ralf Liebaug on 29. August 2008 at 08:06

  7. [...] erläutert Ralph Liebaug in seinem Artikel Mehr Leser durch interessante Artikel -So funktioniert es!. Aufgeteilt in die Themen “Titel”, “erste Zeilen” und “Inhalt” [...]

    Pingback by Wie man richtig GUTE Blogpostings schreibt… on 29. August 2008 at 10:18

  8. [...] Mehr Leser durch interessante Artikel – So funktioniert es! | marked-to-market.de – [...]

    Pingback by Freitag, 29.August 2008 – Schon gelesen? | QuerBlog on 29. August 2008 at 17:21

  9. [...] ist, welches System für ihn am besten ist sollte sich den Vergleich einmal zu Gemüte führen. Mehr Leser durch interessante ArtikelNoch immer auf der Suche nach mehr Besuchern? Vll. kann dir hierzu der Artikel von [...]

    Pingback by WebWeites: Blog Engines/Mehr Besucher?/Cheat Sheet... » » splash ;) on 2. September 2008 at 18:47

  10. werde mal versuchen den ein oder anderen tipp anzuwenden. schließlich ist es sehr schwer wenn man für kontaktlinsen bzw. für die seite http://www.linsen-meile.de immer wieder interessante postings verfassen bzw. platzieren muß.

    Kommentar by Kontaktlinsen on 3. Oktober 2008 at 21:28

  11. [...] So schreibt man interessante Blogartikel [...]

    Pingback by BlogPraxis » Linktipps zum äusserst späten Sommer on 3. November 2008 at 15:06

  12. Meint Ihr, dass das für alle Blogs zutreffend ist, auch auf solche, die sich mit politischen Themen befassen und eher das Hauptaugenmerk auf Berichterstattung legen, wie etwa unserer Hartz IV-news-blog?

    Hartz IV Blog´s letzter eigener Beitrag…Weniger Arbeitslose erst 2010

    Kommentar by Hartz IV Blog on 13. Januar 2009 at 13:32

Schreibe deine Meinung!